|
Fortführung der Recherchen. 2.3.04
Zeuge hat zusammen mit seiner Lebensgefährten nachfolgende Sichtung: "Am Morgen des 26.02.04 um 6:50 Uhr sassen meine Freundin und ich am Frühstückstisch. Wir sahen plötzlich am wolkenverhangenen Himmel einen grösseren Lichtpunkt - ähnlich einem Autoscheinwerfer. Plötzlich wurden es 2,3 und dann waren es 5 Lichter. Sie waren in einem gleichen Abstand nebeneinander. Plötzlich erlosch ein Licht und tauchte nach Bruchteilen von Sekunden ein paar Grad entfernt wieder auf. Andere der 5 Lichter erloschen ebenfalls und leuchteten plötzlich an einer anderen Stelle auf. Das Schauspiel dauerte ca. 1 Minute. Anschliessend verloschen nach und nach alle Lichter."
Ort der Sichtung: Schmallenberg- Wersternbödefeld (Sauerland ). Westernbödefeld liegt ca. 14 km Luftlinie nörlich von Schmallenberg.
Die Sichtung erfolgte in östlicher Richtung auf den kleinen Ort Niedersfeld zu.
Südöstlich von Westernböldefeld liegt der Ort Winterberg.
Recherchergebnisse: Es wurden insgesamt 5 Objekte beschrieben. Selbstleuchtend, keine Farbveränderungen, keine Geräusche, keine Form, wie Autoscheinwerfer.
Wetterlage: stark bewölkt, trocken, leichter Wind.
Direkt bei Schmallenberg gibt es einen kleinen Flugplatz, betrieben von der Fluggemeinschaft Rennefeld. Flugbewegungen wurden zu diesem Zeitpunkt nicht festgestellt.
Zeuge ist selbst ehemaliger Privatflieger und schloss Flugzeuge ausdrücklich aus.
Polizeistation Winterberg: Hier wurde sofort auf eine "Diskothek" mit Namen "Alpenrausch" verwiesen. Diese verfüge über 3 alte Flakscheinwerfer und dieser würden regelmässig von Donnerstag- bis Samstag benutzt. Hier habe es in der Vergangenheit des öfteren Anrufe gegebe. Der Auskunft gebende Polizist ist der Meinung, dass damit das Phänomen erklärt sei.
Dagegen spricht, die Lage "Südosten", Zeuge beschreibt die Sichtung in östlicher Richtung. Es ist auch unwahrscheinlich, dass morgens gegen 7.00, wo es schon hell wird, solche Anlagen noch betrieben werden.
Nachfrage bei "Alpenrausch" bestätigt dies. Betrieben wird die Anlage von 20.00 bis 3.-4 Uhr morgens. Gegen 7.00 auf keinen Fall.
Es wurden auch keine Anrufe bezüglich der ungewöhnlichen Lichter bei den im Einzugsgebiet liegenden Polizeistationen in Winterberg und Fredeborg registriert.
Anruf bei der Lokalzeitung in Meschede. Auch hier sind keinerlei Meldungen und Anrufe eingegangen. Sie machen einen Bericht über das Ereignis mit Anschrift der DEGUFO und der Bitte sich zu melden, falls sonst jemand noch etwas gesehen hat.
Weitere Recherchen ergaben, dass kein Truppenübungsplatz oder sonstige aktive militärische Einrichtungen in der Gegend sind, die mit diesem Ereignis in ursächlichem Zusammenhang stehen könnten.
Soweit der Stand der Dinge.
Reinhard Nühlen
Update: 04.03.2004
Leuchtraketen werden auch beim Militär eingesetzt. Die gesehenen im Sauerland sollen allerdings eine Nummer kleiner gewesen sein, als die des Jagdbombers der US Air-Force auf unserem Bild
Waren die Sauerländer Ufos nur Leuchtraketen? Viele Zeugen haben sich gemeldet und gehen von dieser Erklärung aus. Wer die Raketen abgeschossen hat, ist auch nach umfangreichen Recherchen der WP noch immer unklar.
Friedhelm Knoche aus Westernbödefeld hatte am Morgen nach Aschermittwoch den Schnee rund um sein Haus weggeschippt, als er gegen 6.30 Uhr die Lichter am Himmel sah. "Das waren hundertprozentig Leuchtraketen. Ich schätze, dass das holländische Militär eine Übung gemacht und mit den Raketen das imaginäre Gefechtsfeld ausgeleuchtet hat", sagt der Fahrlehrer.
Gruppen des holländischen Militärs sind regelmäßig in Siedlinghausen stationiert; sie machen Tauch- und Kletterübungen am Bergsee. Untergebracht sind sie in der Schützenhalle. Am Donnerstag, 26. Februar, war aber keine Gruppe dort. Das bestätigen sowohl der Hallenwart der Schützen, Franz-Josef Peters, als auch der holländische Eigentümer des dortigen Bergsees, Dolf Nijlssen. Er fügte hinzu: "Abgesehen davon ist an dem See sowieso kein Munitionsgebrauch erlaubt. Leuchtpatronen hätten also auch nicht verwendet werden dürfen."
Fahrlehrer Friedhelm Knoche: "Ich habe aber am selben Tag definitiv holländische Militärfahrzeuge hier gesehen. Auch einer meiner Fahrschülerinnen sind die aufgefallen." Ein Presseoffizier der holländischen Armee sagte dazu: "Es kann vielleicht sein, dass eine Truppe auf der Durchreise war, aber in Siedlinghausen war niemand."
Auch bei Reinhard Nühlen von der Deutschen Gesellschaft für Ufo- Forschung (Degufo) haben sich viele Beobachter gemeldet. Einer vermutet, dass Jugendliche an einem Skilift in Silbach gefeiert haben und "aus Jux und Dollerei" die Raketen abgeschossen haben. Militäraktivitäten habe er nicht beobachtet. Sollte es so gewesen sein, "dann werden wir wohl nie genau erfahren, wer das war", meint Nühlen. Denn seit einigen Monaten ist das Abschießen von Leuchtraketen zum Vergnügen nur noch auf Privatgrundstücken gestattet.
Der Hauptzeuge aus Westernbödefeld, der seine Beobachtungen bei der Degufo gemeldet hat, verfolgt die Ermittlungen gespannt: "Wenn sich herausstellen sollte, dass es Leuchtraketen waren, soll es mir recht sein. Für mich ist nur wichtig, dass ich irgendwann weiß, was es denn war."
03.03.2004 Von Jana Körte
 |
| Formationen bei Sichtung (Montage) |
 |
| Sichtungsrichtung - Sonnenaufgang als Vergleich (Montage) |
Fortführung der Recherchen. 2.3.04
Nachdem der Bericht am 02.03. erschienen ist, klingelt den ganzen Tag das DEGUFO Telefon. Es rufen 5 Leute an, die auch etwas gesehen haben.
Diese erhalten Fragebogen zugesandt.
Eine Zeugin ruft an und teilt mit, dass sie der Meinung sei, dass es sich um Holländisches Militär handele, die in der Gegend Manöver abhalten würden und die in der Schützenhalle von Siedlingshausen Quartier genommen
hätten. Dies wird auch von einem weiteren Anrufer bestätigt, der darauf hinweist, dass er sogar holländisches Militär haben fahren sehen und er wisse,dass diese häufiger in dieser Gegend Übungen abhalten würden.Bei Siedlingshausen gebe es einen Staussee und einen Steinbruch. Dort würden Tauch- und Kletterübungen abgehalten. Der Zeuge sagt aus, dass er die Lichtpunkte auch gesehen habe und er halte diese eindeuitg für Leuchtraketen. Dies wisse er noch aus seiner aktive Bundwehrzeit.
Ich erhalte nach längerer Recherche die Telefonnummer von dem Hausmeister der Schützenhalle und kann mit ihm telefonieren. Er bestätigt im Prinzip, dass das holländische Mitlitär dort Übungen abhalte, allerdings seien diese erst am 1.3. angereist.
Er nennt mir aber den Namen eines Bauern und Jagdaufsehers, der auch etwas gesehen habe. Dieser teilt mir mit, dass er am besagten 26..2 zwischen 6.30 und 7.00 Uhr zusammen mit einem Kollegen von Siedlingshausen nach
Silbach gefahren sei. Kurz vor der Einfahrt in den Ort Silbach habe er in der Nähe des Skilifts 2 Leuchtraketen hochgehen sehen, er habe auch eindeutig gesehen, wie diese vom Boden aus hochgeschossen worden seien Er nennt mir den Namen des Skiliftbetreibers. Recherchen ergeben, dass diesem
aber nichts bekannt ist. Es waren zu dem Zeitpunkt keineAktivitäten vorhanden wder am Lift noch an der auch dort befindlichen Lifthütte.
03.03. erscheint weiterer Artikel in der Zeitung mit dem Hinweis ,dass es sich um Leuchtraketen handele.
>Aufgrund dessen, dass sich der Ort des Geschehens jetzt mehr in Richtung
>Südosten (Silbach) hin verlagert, der Zeuge aber ursprünglich ausgesagt hat, die Sichtung sei in Richtung Osten gewesen (dort wo die Sonne aufgeht), nochmals nachgefragt, ob es sich auch mehr in Richtung Silbach abgespielt haben könnte. Er will, dass als Möglichkeit zumindest nicht ausschliessen.
04.03. die Journalistin von der Westfalen Post, mit der ich im
>engen Informationsaustausch stehe, hat weiter recherchiert und festgestellt, dass zu dem Zeitpunkt (vom 2.2. - 27.2)englisches Militär dort eine Übung abgehalten habe, die auch beim Landkreis oder der Bezirksregierung angemeldet war. Hier seien auch im Rahmen der taktischen Übungen Leuchtmunition verschossen worden. Diese Einheit habe auch unter anderm in einer Scheune in Bödefeld, die sie von einem Bauern zugewiesen bekommen habe, campiert.
05.03. Es erscheint erneuter Artikel in der Westfalenpost, der auf die Aktivitäten des britischen Mitlitärs hinweist.
Telefonat mit dem zuständigen Pressoffizier. Frage wo sie am 26.2. gewesen sind, welche Aktiviktäten etc. Er muss sich mit der zuständigen Einheit in Verbindung setzen, klärt dies ab und will mir im laufe der kommenden Woche Bescheid geben.
Zeuge hat zwischenzeitlich 3 Fotos angefertigt in die er seine Sichtung reinmontiert hat, dann die Sichtweise seiner Lebensgefährtin und drittens ein Foto am Morgen um den Sonnenstand zum Zeitpunkt der Sichtung zu dokumentieren.
Es deutet alles darauf hin, dass es sich um Leuchtmunition gehandelt hat.
Abschliessend sind noch die Fragebogendaten der Zeugen und die Angaben des Militätpressesprechers im Laufe der kommenden Woche zu bewerten.
Anruf von der Pressestelle des Britischen Militärs am 8.3.04. Am 26.2.04 sind keine Leuchtraketen abgeschossen worden. An diesem Tag wurde nur ein Fahrtraining absolviert.
Der Fall muss daher bis auf weiteres als "ungeklärt" behandelt werden.
siehe auch News aus 'Westfalenpost Schmallenberg'
Kontakt: Tel: 0671 / 75614 oder E-Mail degufo@alien.de.
Incoming: 26.02.2004
Update: 08.03.04
Status: ongoing
|