Polizei im UFO-Einsatz - Lübeck im Juli 2002
UFO-Alarm in Lübeck? Außerirdische am lübschen Nachthimmel? Zwei Polizisten und einige Gäste der
Diskothek Hüx trauten am frühen Freitagmorgen so gegen 0 Uhr 50 ihren Augen nicht, denn: In einer Höhe von etwa 500
bis 1000 m sichteten sie ein kreisförmiges Objekt aus dem feuerballartige Flammen schlugen", heißt es im
Polizeibericht. Weiter meldete die Polizei: Das Objekt flog sehr schnell in Richtung Travemünde. Da die Polizisten
befürchteten, dass es sich bei der Beobachtung um einen verunglückten Heißluftballon oder ein Sportflugzeug
handeln könnte, nahmen sie mit dem Streifenwagen die Verfolgung auf. Über der Travemünder Allee flog das Objekt
eine Rechtskurve und verschwand aus dem Blickfeld der beeindruckten Beamten. ...
Für das Aufsehen erregende Phänomen scheint es indes nach Recherchen der Lübecker Nachrichten eine
äußerst irdische Erklärung zu geben: Das war vermutlich ein Party-Ballon, die sind im Sommer sehr beliebt", sagt
Werner Walter von dem CENAP. Die 1,8 m hohen Ballone bestehen aus Drachenpapier. Am unteren Ende hängt ein
Tablett, auf dem Brennstoff entzündet wird. Walter: Wenn die abtreiben, kann man sie im Dunkeln schon mal für
UFOs halten." Und so wurde aus dem unbekannten Flugobjekt ganz schnell ein
bekanntes."
(Lübecker Nachrichten, 06.07.2002)
Interview der DEGUFO mit einem der beobachtenden Polizisten
DEGUFO: Was war Ihr erster Eindruck, was dachten Sie, als Sie das Objekt sahen?
Augenzeuge: Wir waren natürlich sensibilisiert von dem Absturz am Bodensee und dachten sofort an ein
abstürzendes Flugzeug.
DEGUFO: In welcher Höhe befand sich das Objekt, das Sie sahen?
Augenzeuge: Das ist natürlich aus dem fahrenden Auto heraus schwer zu schätzen, aber ich würde sagen
zwischen 300 und 1000 Metern.
DEGUFO: Können Sie ungefähr die Geschwindigkeit des Objektes abschätzen?
Augenzeuge: Es hatte eine relativ hohe Geschwindigkeit, mit Sicherheit über 100
km/h. Wir konnten es mit dem Polizeifahrzeug nicht einholen. Es war einfach zu schnell.
DEGUFO: Wie sah das Objekt aus, was für eine Form hatte es?
Augenzeuge: Es sah aus wie ein Feuerball, vergleichbar mit dem, was man bei einigen Düsenflugzeugen sieht.
Mehr konnte man nicht sehen.
DEGUFO: Wie lang hat ihre Sichtung gedauert?
Augenzeuge: Die Sichtung hat nur etwa 10 s gedauert. Wir haben versucht, es zu verfolgen, aber es war zu schnell.
DEGUFO: In der Presse war zu lesen, dass das Objekt seine Flugrichtung geändert hat. Stimmt das? Und was
war das für eine Richtungsänderung?
Augenzeuge: Ja, das stimmt. Die Flugrichtunghat sich nicht plötzlich geändert, sondern das Objekt flog
einen Bogen. Das Objekt selber machte auch keine Zickzack-Bewegungen, sondern es flog sehr gleichmäßig. Die
Flugbewegung des Objekts machte auf mich den Eindruck, dass es unter intelligenter Kontrolle steht. Wir
telefonierten mit der Flugsicherung in Bremen, ob sie ein Objekt auf dem Radarschirm ausmachen können, aber das
verneinten sie. Man sagte dort, man könne nur Objekte oberhalb von 2000 m auf dem Schirm sehen.
DEGUFO: Könnte es sich um einen Party-Ballon handeln, wie es in der Presse zu lesen war?
Augenzeuge: Daran dachte ich anfangs auch. Ich bin mir jetzt aber sicher, dass es etwas Anderes gewesen sein
muss, dafür war es einfach zu schnell. Für mich war das ein einmaliges Erlebnis.
Nachtrag DEGUFO:
Wir möchten uns hier sehr herzlich für die Auskunftsbereitschaft und Zusammenarbeit mit
der Polizei in Lübeck bedanken und im Speziellen bei den beiden Augenzeugen des Polizeibezirksreviers.