UFO-Landung jenseits der Zonengrenze
von Hartwig Hausdorf
n den Jahren kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war die Grenze zwischen der (damaligen)
sowjetischen Besatzungszone sowie der aus den besetzten Zonen Frankreichs, der USA und Großbritanniens bestehenden
Bundesrepublik noch relativ durchlässig. Viele Bürger der späteren DDR entschlossen sich in jener unruhigen Zeit, über
die grüne Grenze" nach Westen und in die Westsektoren Berlins zu flüchten. Unter ihnen war auch der damals
achtundvierzigjährige Oskar Linke, ein ehemaliger Major der Deutschen Wehrmacht, der in jenen Tagen Bürgermeister
der Gemeinde Gleimershausen in Thüringen war.
Linke plante im Frühjahr 1952, sich mit seiner Frau sowie den sechs Kindern in den Westen abzusetzen. Deshalb
war er häufig mit seinem Motorrad in Grenznähe unterwegs, um die sowjetischen Soldaten, die vor der Gründung
der Nationalen Volksarmee die deutsch-deutsche Grenze bewachten, an seine Anwesenheiten zu gewöhnen. In
seiner Funktion als Bürgermeister erweckte er auch kein Misstrauen dabei.
An einem dieser Tage fuhr er mit seiner damals elfjährigen Tochter Gabriele auf dem Soziussitz auf dem Wald
bei Haselbach in der Nähe von Meiningen. Auf einmal platzte der hintere Reifen des Motorrads, und Oskar Linke
beeilte sich, das Fahrzeug in die nächste Ortschaft zu schieben. Die beiden waren erst wenige Meter weit gekommen,
als Gabriele ihren Vater auf einen knapp 150 Meter weit entfernten Gegenstand aufmerksam, den Linke im Zwielicht
für ein Reh hielt. Nachdem sie das Motorrad an einen Baum gelehnt hatten, schlichen sich die beiden näher, um
das vermeintliche Waldtier zu beobachten.
Doch Zwie1icht kann leicht täuschen. Bei etwa 60 Metern Entfernung entpuppte sich des Reh" als zwei
unheimlich silbrig schimmernde menschenähnliche Gestalten von nur ungefähr 1,20 Meter Größe. Beide standen vornüber
gebeugt und betrachteten irgendetwas auf dem Boden. Eines der beiden Geschöpfe hatte in Brusthöhe eine Lampe,
die regelmäßig aufleuchtete.
Linke schlich sich bis auf knapp zehn Meter an die unheimliche Szenerie heran. Da bemerkte er hinter den
Humanoiden ein riesiges diskusförmiges Objekt, das einer gewaltigen Bratpfanne" ähnelte, dessen Durchmesser er auf etwa
15 Meter schätzte. Am Rande hatte dieses Ding zwei Reihen Löcher von etwa 30 Zentimeter Breite; jede der
Vertiefungen war einen knappen halben Meter von der jeweils nächsten entfernt. Auf dem Objekt erhob sich ein
schwarzer kegelförmiger Turm von ungefähr einem Meter Höhe.
Linke fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Schließlich befand er sich in der sowjetisch besetzten Zone, wo es
nicht gerade ungefährlich war, außergewöhnliche Dinge zu sehen oder darüber Bescheid zu wissen. Häufig
verschwanden solche Leute auf Nimmerwiedersehen in Gulags", den Gefangenen- und Arbeitslagern im fernen Sibirien.
Im nächsten Augenblick rief ihn seine Tochter Gabriele, die ein paar Meter hinter ihren Vater geblieben war.
Davon offenbar aufgeschreckt, erhoben sich die beiden silbern gekleideten, kleinwüchsigen Gestalten und eilten zu
dem gelandeten Flugobjekt. Durch erwähnten Turm auf der Oberseite gelangte sie in das Innere des Objekts, und
waren somit den Blicken von Vater und Tochter Linke entschwunden.
Der äußere Rand des UFOs begann im selben Augenblick zu glühen; außerdem wurde ein leises Summen
vernehmbar. Das Glühen änderte seine Farbe von ursprünglich Blau-Grün in Rot. Das Leuchten wie auch das
Summen wurden stärker, und der kegelförmige Turm versank allmählich in der Mitte des Objekts. Dieses erhob sich
nun beständig vom Boden, wobei es den Eindruck erweckte, als drehe es sich wie ein Kreisel. Linke beschrieb es so,
als stünde beziehungsweise rotierte der Apparat auf dem kegelförmigen Turm, der von oben durch die Mitte jenes
Objekts nach unten gefahren war, und nun an der Unterseite auftauchte.
Dann schwebte das UFO einige Zentimeter über dem Boden, und es schien von einem Flammenkreis
umgeben. Erneut verschwand jener Turm, dieses Mal von der Unterseite, und kam letztendlich wieder oben zum Vorschein,
wo er sich auch zu Beginn der Beobachtung befunden hatte. Schließlich beschleunigte der Apparat mit
atemberaubender Geschwindigkeit nach oben, wobei Linke und dessen Tochter ein Geräusch wie von einer fallenden Bombe"
hörten. Sekunden später war das UFO außer Sicht.
Von der Beobachtung äußerst verwirrt, begab sich Bürgermeister Linke, nachdem das UFO gestartet und am
Himmel verschwunden war, an den Landeplatz. Er fand einen kreisrunden Eindruck im Boden, der noch ganz frisch war.
Dieser hatte genau dieselbe Form wie der kegelförmige Turm, der im Verlauf der Sichtung von oben nach unten
und wieder zurück gefahren war.
Zur Bestätigung dieser unheimlichen Begegnung der Dritten Art gab es noch weitere Aussagen. So berichtete
beispielsweise der Vorarbeiter einer Sägemühle, er hätte einen kometenartigen Gegenstand von jenem leichten
Hügel fortrasen sehen, wo sich der Hauptzeuge mit seiner Tochter befunden hatte. Und ein Schäfer, der nur wenige
hundert Meter vom Ort des Ge-schehens entfernt war, sagte aus, dass er einen Kometen von der Erde
abprallen gesehen habe".
Bemerkenswert an dem Fall ist, dass bereits zu Anfang der fünfziger Jahre kleinwüchsige Humanoide
beobachtet wurden _ jenen nicht unähnlich, über die heutzutage immer wieder weltweit im Zusammenhang mit
Entführungsszenarien berichtet wird.