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Buchbesprechungen I

Der Tag nach Roswell
(The Day After Roswell)

Ein früherer Pentagon-Offizieller enthüllt die schockierenden UFO-Vertuschungen der US-Regierung

von Col. Philip J. Corso (Ret.) und William J. Birnes, Verlag: Pocket Books, 1230 Avenue of the Americas, New York, NY 10020. USA 1997 ISBN 0-671-00451-1 (nur in engl. Sprache)

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In den USA hat dieses Buch zwischenzeitlich eine turbulente Debatte ausgelöst und die UFO - Gemeinde gespalten. Die Einen halten das, was Corso berichtet, für durchaus glaubwürdig. Die "Contra-Seite" hält dies alles für ausgemachten Humbug eines "etwas senilen älteren Herrn"( in den Achtzigern), der ein Konglomerat aus bereits bekannten Informationen zu einem "Mischmasch" verarbeitet hat.
Wer nun Recht hat, wird sich hoffentlich im Laufe der kommenden Wochen und Monate herauskristallisieren.

Ich habe versucht, mit Corso noch während meines Aufenthaltes in den USA Kontakt aufzunehmen, wurde aber vom Verlag auf den schriftlichen Weg verwiesen. Meine Fragen sind leider bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe noch nicht beantwortet worden.
Doch nun zuerst einmal zur Person Corso und zum Inhalt seines Buches:

Die Seriosität von Corso's militärischer Laufbahn steht außer Zweifel. Er gehörte der US-Armee 21 Jahre an und zwar vom 23.2.1942 bis zum 1.3. 1962. Während seiner Dienstzeit war er offiziell der Artillerie zugeordnet. Und er war Reserve-Offizier.

Er hat vier Auslandsaufenthalte vorzuweisen:

  • Europäischer Kriegsschauplatz vom 13.4.1943 bis 22.3. 1946.
  • Mittelmeerraum vom 23.5.1946 bis 22.3.1947.
  • Ein Kommando im Fernen Osten vom 1.9.1950 bis 2.6.1953.
  • US Army Europa vom 19.10.1957 bis 30.9.1960.
Er hat eine lange Liste von Spezialausbildungen vorzuweisen. Die meisten im Zusammenhang mit Nachrichtendiensten und Luftverteidigungs-Artillerie.

  • Er war Bataillons-Kommandeur eines Luftverteidigungsbataillons in Europa.
  • Er wurde mit dem "Legion of Merit" ausgezeichnet, und er hat andere Auszeichnungen aus dem 2. Weltkrieg und dem Koreakrieg.
  • Er wurde fünf Mal zu wichtigen Unternehmungen abkommandiert.
  • Er hat eine zweijährige Collegeausbildung, zwei Geheimdienst- (Intelligence)-Kurse und drei Artilleriekurse absolviert.
  • Vom 21.4.1947 bis 12.5.1950 war er in Fort Riley, Kansas.
  • Vom 11.9.1950 bis 1.1.1953 gehörte er zum Hauptquartier des "Far East Command".
  • Vom 1.1.1953 bis 2.6.1953 war er als "Chief Special Project Branch, G-2 Section of the HQ, AFFE, 8000th AU" tätig.
  • Vom 15.7.1953 bis 20.10.1956 hatte er diverse Geheimdienst- (Intelligence)-Positionen in Washington Dc. inne, einschließlich einer kurzen Periode beim "Psycholgical Strategy Board" im Außenministerium.
  • Er war verschiedenen anderen Aufgaben bis 1961 zugeteilt. Die wichtigste Funktion war die eines Bataillonskommandeurs von 1957-1958.
  • Am 20.6.1961 wurde er der Foreign Technology Division (FTP) als Stabsoffizier zugeteilt. Er blieb dort bis zum 18.6.1962, danach wurde er als Stabsoffizier der "Plans Div, ORCD, Washington DC, zugeteilt.
  • Während seiner Tätigkeit beim FTD war er vom 18.4. bis 18.6.1962 als Chef eingesetzt.
Soweit die "militärische Vita". Ich hoffe, ich habe die einzelnen militärischen Fachtermini einigermaßen korrekt übersetzt.

Die Aussagen seines Buches beziehen sich auf den Zeitraum, als Corso beim FTP seinem langjährigen Wegbegleiter und Vorgesetzten Lt. General Arthur Trudeau zugeordnet war.

Trudeau und Corso waren "eine Art unzertrennliches Team". Corso hatte diverse Spezialaufgaben - u.a. während des Koreakrieges- im Auftrag von Trudeau zu bewältigen. So erhielt er beim FTP auch den Auftrag von seinem Vorgesetzten, Material untersuchen zu lassen, das von einem UFO-Absturz in New Mexico stammte.

Zum besseren Verständnis für den Leser möchte ich nun einige Auszüge aus der Einleitung dieses Buches zitieren, in der Corso sich selbst vorstellt:

Mein Name ist Philip J. Corso. In den sechziger Jahren, während ich für zwei unglaubliche Jahre als LTD. Colonel (Anm. d. Red.: Oberstleutnant) in der Army tätig war, leitete ich das "Foreign Technology Department" der Army im Pentagon.

.....Ich lebte ein Doppelleben. In meinem alltäglichen Routinejob als Forscher und Entwickler von Waffensystemen für die Army untersuchte ich z.B. die Helikopterbewaffnung, die die Französische Armee entwickelt hatte, ich las technische Berichte oder traf mich mit anderen Ingenieuren, um angehende, budgetierte Projektentwicklungen zu beschleunigen. Ich leitete die Berichte an meinen Chef. Lt. General Arthur Trudeau weiter, der Direktor der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Army war, und der mehr als 3000 Operationen diverser Projekte zu verantworten hatte....

Teil meiner Aufgabe im FTD war jedoch auch als "Intelligence-Officer" und Berater für General Trudeau zu arbeiten. Ein Job, zu dem ich bereits während des 2. Weltkrieges und des Koreakrieges ausgebildet worden war.

Im Pentagon arbeitete ich an einer der geheimsten Bereiche des militärischen Geheimdienstes, indem ich als "geheim" eingestufte Informationen auf Befehl General Trudeaus überprüfte...

Eine dieser meist gehütetsten Geheimnisse der Army betraf: Die Roswell-Akten, die geheimen Lager der Trümmerteile und Informationen darüber, wie das Bergungsteam der 509. Army...... die Wrackteile eines UFOs, das in den Morgenstunden der ersten Juliwoche 1947 außerhalb Roswells abgestürzt war, fortgeschafft hatte.

Die Roswell-Akte war das Vermächtnis darüber, was in den ersten Stunden und Tagen nach dem Absturz geschah, als die offizielle Vertuschung der Regierung in Szene gesetzt wurde.

Während das Militär herauszufinden versuchte, was nun abgestürzt war, woher es kam und was die Absichten der Besatzung dieses UFOs waren, wurde eine geheime Gruppe unter Führung von Admiral R. Hillenkoetter zusammengestellt, um die Natur der fliegenden Scheiben und alle Informationen im Zusammenhang mit diesem Phänomen zu sammeln, während gleichzeitig öffentlich und offiziell die Existenz von Fliegenden Untertassen heruntergespielt wurde...

Diese Operation ist in der einen oder anderen Form bis zum heutigen Tage fortgesetzt worden - 50 Jahre unter absoluter Geheimhaltung...

Ich war 1947 weder in Roswell noch hatte ich irgendwelche Details über den Absturz zum damaligen Zeitpunkt gekannt, weil es sogar innerhalb des Militärs streng geheimgehalten wurde. Dies ist leicht zu verstehen, wenn man die panikartigen Reaktionen der Öffentlichkeit anläßlich der Ausstrahlung des Hörspiels "Krieg der Welten" von O. Wells im Jahre 1938 berücksichtigt..

Jetzt, im Jahre 1947 in Roswell, war der Absturz einer fliegenden Untertasse keine Phantasie. Er war real und das Militär war nicht in der Lage gewesen, sowas zu verhindern. Und diesmal wollten die Verantwortlichen keine Wiederholung des "Krieges der Welten". Das war der Hintergrund, die verzweifelte Notwendigkeit, diese Geschichte "ruhig zu halten".....

Die einzelnen Geschichten über den Roswell-Absturz variieren in dem einen oder anderen Detail. Da ich persönlich nicht vor Ort war, mußte ich mich auf die Berichte anderer - sogar innerhalb des Militärs selbst - verlassen. Im Laufe der Jahre hörte ich verschiedene Versionen der Roswell-Geschichte, in der Camper, ein Archäologen -Team oder der Rancher Mac Brazel die Wrackteile gefunden haben sollen.

Ich habe Militärberichte über verschiedene Abstürze an unterschiedlichen Orten in relativer Nähe des Flugfeldes von Roswell wie San Augustin oder Corona - und sogar unterschiedliche Plätze in der Nähe der Stadt selbst - gelesen. Alle Berichte waren klassifiziert und ich habe sie nicht kopiert, um sie für meine eigenen Unterlagen zu benutzen, nachdem ich die Armee verlassen hatte. Manchmal differierten die Berichte über den Absturz von Fall zu Fall. 2. oder 3. Juli - im Gegensatz zum 4. Juli....

Ungeachtet der Differenzen in den Beschreibungen der einzelnen Quellen, kam die streng geheime Roswell-Akte in meinen Besitz, als ich im Pentagon den Job übernahm.

Mein Vorgesetzter, General Trudeau, fragte mich nach den Möglichkeiten, das laufende Waffenentwicklungsprogramm zu nutzen, um - unbemerkt -"Roswell-Technologie" in diese mit einzubringen.

Heutige Anwendungen wie die Lasertechnologie, Integrierte Schaltkreise, Fiberoptische Netzwerke, beschleunigte Partikelstrahler und sogar das Kevlar-Material in kugelsicheren Westen beruhen darauf, daß "die Saat dieser Entwicklungen" aus der Technologie des Roswell-Absturzes stammte und in meinen Unterlagen 14 Jahre später auftauchte. Aber dies ist noch nicht die ganze Geschichte. In den konfusen Stunden nach dem Absturz zog die Armee die Schlußfolgerung, daß aufgrund des Nichtvorliegens anderer Informationen "es" außerirdischen Ursprungs sein mußte...

Wir wußten nicht, was die Insassen der Objekte wollten, aber wir mußten aus ihrem Verhalten schlußfolgern, daß insbesondere ihre Eingriffe in das Leben von Menschen und die berichteten Tierverstümmelungen zu der Vermutung Anlaß gaben, daß sie potentielle Feinde sein konnten.

Dies bedeutete, daß wir uns einer weitaus größeren Macht gegenübersahen, die uns in allen Belangen technisch und militärisch überlegen war. Gleichzeitig waren wir in einem "Kalten Krieg" mit den Sowjets und der Volksrepublik China...

Wir - die Militärs - fanden sich in einem Zwei-Fronten-Krieg verwickelt, einerseits den Kommunismus und - so unglaublich es auch klingen mag - einem Krieg gegen Außerirdische, der eine noch viel größere Herausforderung bedeutete, als die kommunistischen Kräfte.

So nutzten wir die "ureigene außerirdische Technologie" gegen sie, indem wir diese in die diversen Verteidi-gungskontrakte einbrachten, und diese dann für den Gebrauch in weltraumbezogene Verteidigungssysteme adaptierten.

Dies dauerte bis in die achtziger Jahre- aber letztendlich waren wir in der Lage, ausreichende Technologie in die "SDI-Initiative" mit der sogenannten "Star-Wars-Technologie" zu plazieren, um die Fähigkeit zu entwickeln, feindliche Satelliten auszuschalten, elektronische Führungssysteme hereinkommender feindlicher Warheads zu eliminieren und feindliche Raumschiffe zu zerstören...

Es war außerirdische Technologie, die wir nutzten: Laser, beschleunigte Partikelstrahlwaffen und Flugzeuge, mit Stealth-Technologie ausgerüstet. Letztendlich haben wir nicht nur die Sowjets überdauert und den Kalten Krieg beendet, wir erkämpften auch ein "Patt" mit den Außerirdischen, die schließlich doch nicht so unverwundbar waren...

Ich machte meinen Job, ging Tag für Tag zu meiner Arbeit im Pentagon, bis wir genug außerirdische Technologie in die jeweiligen Entwicklungen "gesät" hatten, daß sich etwas vorwärts bewegte und aus eigener Kraft durch die Industrie an die Armee zurückfloß..

Ich hatte nicht erwartet, daß unsere Leistungen so gewichtig waren, insbesondere, als es uns gelungen war, "außerirdische Technologie", die aus dem Roswell-Absturz stammte, zu "ernten", bis ich 35 Jahre, nachdem ich die Armee verlassen hatte, dasaß, um meine Memoiren zu schreiben, welche dann zu einem vollkommen anderen Buch wurden.

Dies geschah, als ich meine alten Unterlagen durchsah, mich an einige alte Memos, die ich an General Trudeau geschrieben hatte, erinnerte, und ich verstand, daß die Geschichte dessen, was in den Tagen von Roswell geschah, vielleicht die wichtigste Geschichte der vergangenen 50 Jahre war.

Ob Sie es glauben oder nicht. Dies ist die Geschichte darüber, was in den Tagen nach Roswell geschah und wie eine kleine Gruppe von militärischen Geheimdienstoffizieren den Kurs Menschlicher Geschichte änderten...

Soweit die einführenden Worte in Corsos bemerkenswerten Buch.

Wenn man es gelesen hat, ist man zuerst einmal "erschlagen". Und es kommen selbstverständlich Fragen auf. Wenn es stimmt, was Corso behauptet, ist dann das andere, was in den letzten Jahrzehnten über Roswell berichtet wurde, falsch?

Hat "Roswell"dann tatsächlich stattgefunden? Nachvollziehbar ist ja die mit Corsos Aussagen verbundene Behauptung, daß wir einen enormen "Technologiesprung" gerade in den letzten 4 Jahrzehnten gemacht haben!

Fragen nach der Motivation dieses Mannes tauchen auf: Will er sich selbst "ein Denkmal setzen", nachdem er - angeblich bei Durchsicht der Unterlagen für seine Memoiren - erkannt haben will, welche Brisanz darin steckt?

Warum offenbart er sich erst jetzt nach 50 Jahren? Man muß wissen, daß dieses Buch "termingerecht" zum 50. Jahrestag von Roswell präsentiert wurde. Und Corso war dort persönlich anwesend.

Hat die Air-Force nicht erst vor kurzem in ihrer Dokumentation erklärt, daß "Der Fall Roswell "ein für alle Male tot sei, da die angeblichen Leichen doch Testdummies aus den 50-er Jahren waren?

Warum soll andererseits ein Mann, der mittlerweile achtzig Jahre alt ist, sich einen Schwindel ausdenken?

Oder ist dies alles wiederum eine geschickt ausgeheckte Desinformationskampagne, Ein letzter Dienst Corsos als "Intelligence-Officer", um die UFO-Forscher weltweit mit erneuter sinnloser und zeitvergeudender Beweissuche zu beschäftigen, um so vielleicht von wichtigeren Themen abzulenken?

Fragen über Fragen, auf die zum jetzigen Zeitpunkt noch keine erschöpfende Auskunft möglich ist.

Festzuhalten bleibt, Corso bringt in seinem Buch nur Behauptungen, keine Beweise anhand von Dokumenten, noch nicht einmal einen Index und Quellenangaben. Insofern entbehrt dieses Buch jeder wissenschaftlichen Methodik.

Auffällig - vielleicht auch aufschlußreich - an diesem Buch ist, daß in sehr klarer und offener Art die Denkweise eines hochrangigen Militärs zum Vorschein kommt. Der rein militärische Aspekt steht absolut im Vordergrund allen Denkens und Handelns - ohne daß dieser in irgendeiner Weise reflektiert wird.

Dies geht sogar so weit, daß der "Kalte Krieg" sogar in den Hintergrund gedrängt wird angesichts der Tatsache, daß diese "neue Herausforderung" die Möglichkeit bietet, der Welt zu beweisen, daß Amerika die unbestrittene No 1 ist, die es wieder einmal schafft, einem "neuen Feind" entgegenzutreten, der, obwohl technisch weit entwickelt (ob er möglicherweise auch geistig weiterentwickelt ist, wird nicht hinterfragt), letzendlich doch keine Gefahr für die Menschheit darstellt. Independance Day läßt grüßen. Ein Soldat reflektiert nicht - er funktioniert und gehorcht.

Und die Außerirdischen waren auch noch "so nett", ganze 40 Jahre zu warten, bis ihre technische Überlegenheit von der Menschheit soweit neutralisiert war, daß diese sie dann abschießen konnte!

William J. Birnes, Co-Autor (oder Ghost-Writer?) dieses Buches hat sich am 14.8.1997 den Fragen einiger Interessierter im Compuserve Forum gestellt- quasi in Vertretung von Corso, der aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr so belastbar ist.

In seinem Eingangsstatement hielt er es für notwendig, ein möglicherweise aufgekommenes Mißverständnis auszuräumen:

Birnes: Zu allerest ist mir aufgrund einiger Artikel und Bemerkungen zu diesem Buch aufgefallen, daß einige Leute Corso offensichtlich mißverstanden haben, wie es ihm gelang, "Technologie" in die Industrie hineinzubringen.

Er hat nie behauptet, daß es die Armee selbst war, die diese Dinge wie Laser oder Fiberoptik, erfunden hat und dann weitergegeben hat. Er sagte, daß das R&D Command bereits existierende Verträge mit Firmen hatte, die sich bereits mit diesen Technologien beschäftigten und daran forschten. Und daß er und Genereal Trudeau die Roswell-Technologie benutzten, um den Wissenschaftlern dieser Firmen zu zeigen, wie "fremde Technologie" aussah - fertigestellte Prototypen, wenn man so will. Sie sagten diesen Leuten natürlich nicht, daß es sich hierbei um außerirdische Technologie handelte, sondern vermittelten den Eindruck, daß es aus der Sowjetunion oder Ostdeutschland stammte oder sogar alte Nazi-Technologie war. Ansonsten arbeitete er einfach mit den Firmen, mit denen die Armee sowieso bereits Verträge hatte und nutzte so die bestehende Existenz von Verträgen, um Informationen über die Technologie zu infiltrieren.

Frage: Ist Corso in irgendeiner Weise von Seiten der Regierung bedroht worden, weil er diese Dinge in seinem Buch enthüllt?

Birnes: Nein, wenn überhaupt, hat die Regierung die seltsamste Antwort gegeben, die sie überhaupt geben konnte- nämlich Schweigen. Es sieht so aus, als ob sie eine Art von stillschweigender Zustimmung zu allem, was Corso sagt, gibt, und Offiziere von Militärbasen haben mit Corso Kontakt aufgenommen, um ihm zu sagen, daß sie froh darüber sind, daß endlich jemand diese Geschichte an die Öffentlichkeit bringt.

Frage: Nun, dies eröffnet vielleicht die Möglichkeit, daß auch andere Personen sich aufgerufen fühlen könnten, "grünes Licht" zu bekommen, um ähnliche Informationen zu veröffentlichen?

Birnes: Dies scheint in der Tat so zu sein. Andere Personen haben Corso kontaktiert und ihm zu verstehen gegeben, daß sie jetzt auch mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gehen werden.

Frage: Gibt es irgendeine Art von Dokumentation, die Corso's Geschichte bestätigen könnte?

Birnes: Die Dokumente, die mir vorliegen, sind sehr seltsam. Ich will versuchen, dies zu beschreiben: ..... Die Geschichte der Forschung und Entwicklung verweist auf diesen "Ruck" in der technischen Entwicklung. Insbesondere Lasertechnologie und Nachtsichtgeräte, dies scheinen "Quantensprünge" in der Entwicklungsgeschichte zu sein, und dies genau zu dem Zeitpunkt, als Trudeau und Corso dort verantwortlich waren... Wenn man sich diesen "Ruck" in der Entwicklung anschaut, so scheint dies so eine Art "Goldenes Zeitalter" der Entwicklung gewesen zu sein. Und darauf hat Corso besonders hingewiesen, als wir unsere anfängliche Diskussion über diese ganze Geschichte hatten.

Frage: Stimmt es, daß Mr. Corso an einem neuen Buch arbeitet, und wann wird es erscheinen?

Birnes: Der Col. und ich haben insgesamt 3 weitere Bücher in Planung.

Dies betrifft seine Arbeit für das sogenannte "Senate Internal Security Committee 1963-1964 (Warren Commission).

Dann die Jahre in Rom während und am Ende des zweiten Weltkrieges. Eine Menge Informationen über die sogenannte "Operation Paperclip" und die Nazi-Schätze im Zusammenhang mit sowjetischen Spionen.

Und letzlich die Geschichte von UFOs in White Sands in den 50-er Jahren und in Deutschland in den frühen 60-er Jahren, als sie sowohl um die Kommandozentralen der Nato, als auch des Warschauer Paktes "umherschwirrten" und uns fast dazu gebracht hätten, einige Raketen aufeinander loszulassen.

Frage: Was ist dran and der Geschichte, daß Corso vom FBI besucht wurde?

Birnes: Die Geschichte ist wahr. Corso erzählte mir, daß zwei FBI-Agenten aus dem Süden Floridas mit ihm über die sogenannten "Hoover-Files" sprechen wollten angesichts der Tatsache, daß Corso's Name dort auftauchte.

Frage: Was sagten diese Leute vom FBI? Wußten sie von Roswell?

Antwort: Sie sagten, daß sie Dokumente über den angeblichen Absturz in Roswell 1947 hätten. .. Sie sagten auch, daß Hoover Unterlagen angelegt habe über Kontakte zwischen Regierungsstellen, Roswell betreffend. Mit anderen Worten, es wurde über das Ereignis im Bezug auf die Fakten und nicht über Personen, die dort waren oder von Armeeangehörigen, die irgendjemandem in der Regierung etwas erzählt hätten, gesprochen. Aber es hat Hoover interessiert, und er hat die Unterlagen aufbewahrt.

Frage: Und warum ist das FBI nicht damit an die Öffentlichkeit getreten? Dies alles ist vor 50 Jahren passiert. Was ist so Großes an der Sache?

Antwort: Vermutlich hat das FBI nicht die Autorität, von sich aus diese Dinge zu veröffentlichen. Entweder ist es eine Frage der Nationalen Sicherheit oder es wird vom NSC gehandhabt, oder möglicherweise ist das FBI nach wie vor Teil einer größeren Vertuschung. Ich weiß es nicht.

Frage: Besteht die Möglichkeit, Kopien der Unterlagen zu erhalten, die Corso Ihnen angeblich zur Verfügung gestellt hat?

Birnes: Dies ist letztendlich Corso's alleinige Entscheidung, ob er die Erlaubnis gibt, das Material zu kopieren. Es ist nichts "top secret", nur Historisches aus dem Bereich Forschung und Entwicklung der Armee....jeder kann dies durch eine FOIA-Anfrage bekommen.

Frage: Hat Corso jemals einen Lügendetektortest gemacht und wäre er möglicherweise bereit, auch einen im Zusammenhang mit seinem Buch zu machen?

Anwort: Nein, ich glaube, er wäre verärgert darüber, wenn man ihm in seinem Alter noch zumuten würde, so einen Test zu machen. Er ist 84. Er hat natürlich in der Vergangenheit einige Tests dieser Art absolviert.....

Frage: Warum wäre er verärgert?

Antwort: Nun, weil solche Tests weniger zuverlässig sind bei Personen, die schon älter sind und z.B. Herzprobleme haben. Sicherlich auch verärgert darüber, weil er doch die ganzen Jahre in Toppositionen war, zu denen er den "Top secret" - Zugang hatte... Seiner Ansicht nach gibt er in seinem Buch nur seine persönlichen Erinnerungen wider und keinerlei Beweis....

Frage: Hat Corso irgendetwas zu den Mondlandungen gesagt?

Anwort: Er wußte nur das, was ihm einige Astronauten erzählt haben. Und das ist, daß es da außerirdische Präsenz auf dem Mond gab - und noch gibt. Nicht notwendigerweise auf der Mondoberfläche...

In der Tat hat die NASA Corso überprüft, nachdem das Buch herauskam, und hat festgestellt, daß das, was immer er auch gesagt hat, weder bestätigt noch dementiert werden könnte, doch daß es glaubwürdig klinge, weil er auch eine glaubwürdige Person sei...

Frage: So waren die Anomalien auf den Fotos ein Ergebnis dessen, daß man die UFOs einfach "wegretuschiert" hat?

Antwort: Nicht nur Corso, auch andere haben gesagt, daß die NASA sehr hart daran gearbeitet hat, um die Tatsache zu verheimlichen, daß es eine außerirdische Präsenz auf dem Mond und auch um die jeweiligen Raumschiffe herum gibt. Innerhalb dieses Programms haben diejenigen, die den Mut haben, darüber zu sprechen, enthüllt, welche Anstrengungen die NASA unternommen hat, zu verheimlichen, daß UFOs unsere Raumschiffe "begleiten".....

Frage: Hat Corso irgendwelche wirklichen Beweise bezüglich einer außerirdischen Präsenz auf dem Mond oder hat er diese Informationen "nur" aufgrund von Gesprächen mit Astronauten? Und warum haben sie alle gerade ihm diese Geschichten erzählt?

Anwort: Corso sagt, daß es eine Vielzahl anderer Personen im R&D gäbe, die dies wußten.( z.B.General Beech, glaub ich) und natürlich auch innerhalb des sogenannten "brain trusts" Leute wie Oberth, von Braun, Sarbacher und natürlich auch Wilbert Smith aus Kanada, mit dem er 1961 sprechen konnte.

Frage: Corso hatte also keine andere Basis für seine Informationen über die außerirdische Präsenz auf dem Mond, als das, was er von den Astronauten gehört hatte. Warum haben sie gerade ihn darüber informiert?

Anwort: Weil Corso direkten Kontakt mit einem Wissenschaftler beim Houston Space Center und außerdem mit einem Redakteur einer bedeutenden Luftfahrtzeitschrift hatte, die ihm diese Kontakte vermittelten.

Frage: Welche Zugangsberechtigung zu Geheimdokumenten hatte Corso?

Anwort: Er hatte jede mögliche Zugangsberechtigung von der US -Army. Er hatte außerdem die Möglichkeit, die meisten Dokumente zu sehen, im Zusammenhang mit der NSC ... und auch als Kommandeur im Zusammenhang mit Nuklearwaffen hatte er Zugang zu allen Geheimdokumenten in Europa...

Frage.: Hat er auch NSC-Dokumente gesehen, die im Zusammenhang mit Roswell standen?

Anwort: Als er zum Pentagon zurückkam, gab ihm General Trudeau die Möglichkeit, jeden Zugang zu haben, damit sie die gleichen Dokumente bearbeiten konnten..... Corso sagt, daß er den höchst möglichen Sicherheitszugang zu allen Dokumenten hatte, der in der Armee möglich war. Das sind seine Worte....

Soweit diese Auszüge aus besagter Internetkonferenz.

Es bleibt - trotz allem - festzuhalten, daß es auch innerhalb des Buches einige Ungereimtheiten gibt, die Zweifel an der Verläßlichkeit zumindest einiger Aussagen dieses Buches aufkommen lassen.

Auf diese Details im Rahmen dieser Buchbesprechung einzugehen, würden den Rahmen zum jetzigen Zeitpunkt sprengen. Aber wir werden darauf mit Sicherheit in der Zukunft eingehen. Hierzu bedarf es aber noch einiger grundsätzlicher Recherchen, die noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Deshalb hier jetzt nur ein kleines Beispiel, um dies zu demonstrieren. So hat Corso in seinem Buch behauptet, daß er und General Trudeau im Jahre 1961 beabsichtigten, John von Neumann im Zusammenhang mit den sogenannten "integrierten Halbleiterchips", die u.a. in Roswell gefunden worden sein sollten, zu konsultieren. Tatsächlich ist John von Neumann aber bereits im Jahre 1957 in Washington D.C. verstorben, so daß man nur davon ausgehen kann, daß Corso hier sein Erinnerungsvermögen im Stich gelassen hat - oder man wertet dies als Beweis dafür, daß alles andere, was er so von sich gibt, zumindest mit der gleichen Skepsis zu beurteilen ist, wie diese offensichtlich falsche Aussage.

Wir werden Sie auf jeden Fall über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Reinhard Nühlen


siehe zu diesem Thema:
Die finale Stellungnahme der US-Air-Force zum Roswell Fall: "Case Closed"
(347kB),  (1,67MB)

 
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Buchbesprechungen I

Walter-Jörg Langbein: "Parapsychologische Phänomene - In Experimenten das eigne übersinnliche Potential erfahren"

Ludwigverlag, Großformat (28,5 x 22 cm), 160 Seiten, durchgehend mit meist farbigen Fotos illustriert, DM 29,90, ISBN 3-7787-2203-4Ludwigverlag, Großformat (28,5 x 22 cm), 160 Seiten, durchgehend mit meist farbigen Fotos illustriert, DM 29,90, ISBN 3-7787-2203-4

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Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein ist seit mehr als zwanzig Jahren forschend und schriftstellerisch tätig.

Bekannt wurde er hauptsächlich durch Bücher wie "Astronautengötter", "Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre", "Das Sphinx-Syndrom" und "Bevor die Sintflut kam".

Er publizierte aber auch in den vergangenen zwanzig Jahren eine Vielzahl von Zeitungsartikeln und Serien zum Thema "P 51". Nun wandte er sich mit "Parapsychologische Phänomene" erstmals auch in Buchform - nach mehreren prä-astronautischen Werken - diesem ganz anderen Genre zu: dem weiten Feld der Parapsychologie.

Er beschränkt sich freilich nicht darauf, die großen Geheimnisse von Geist und Materie anschaulich zu schildern, sondern es gelingt ihm auch, komplexe Sachverhalte anschaulich darzustellen. Er schildert zu jedem behandelten Thema auch eine Fülle von praktischen Experimenten, die von jedermann ohne großen Aufwand nachvollzogen werden können.

Die behandelte Themenvielfalt wird dem weiten Feld des Paranormalen und Übersinnlichen durchaus gerecht. Bei der Fülle von Themenschwerpunkten können im Rahmen einer Rezension nur einige Höhepunkte stichpunktartig aufgelistet werden:

,,Das geheime Leben der Pflanzen", "Geheimnisvolle Welt der Tiere", "Das Geheimnis der Levitation", "Das Wunder der Astralreisen", "Tod und Jenseits", "Das Geheimnis der Wiedergeburt", "Erinnerungen an die Zukunft", "Unheimliche Zukunftsvisionen".

Im Schlußkapitel werden nochmals - wie fortlaufend im Text - Experimente beschrieben, die zum spielerischen Erkunden des eigenen geistigen Potentials beitragen.

Langbeins neues Werk, das sich bereits sehr großer Nachfrage erfreut, ist von der ersten bis zur letzten Seite auch äußerlich ansprechend gestaltet. Es regt zum Nachdenken über die eigenen geistigen Kräfte an.

Langbein gleitet nie ins "Spökenkiekerische" ab: Ihm ist ein sachlich fundiertes Werk gelungen, das mit gutem Gewissen zur Lektüre empfohlen werden kann. Einmal mehr wird bewiesen, daß es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulwissenschafi erahnen läßt!

Fazit des Rezensenten: Ein höchst informatives, üppig bebildertes, spannend geschriebenes Buch! Wer sich für die Geheimnisse von Geist und Materie interessiert, kommt um den "neuen Langbein" nicht herum.

Mario Ringmann

 
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Buchbesprechungen I

Geheimnisvolle Welten

10 Bände, Moewig-Verlag, Rastatt 1997, je 128 Seiten, ISBN 3-8118-6917-5. DM 29,95

Zu beziehen über: Unknown Reality, Mario Ringman, Hamburger Str. 11, 15234 Frankfurt (Oder)

Einen Bestseller-Erfolg erzielte der Verlag mit der Taschenbuchserie "Die Welt des Unerklärlichen." Nun kam im gleichen Haus eine Fortsetzungsreihe heraus:

Geheimnisvolle Welten

AAS - Autor Walter-Jörg Langbein verfaßte die folgenden sechs (von zehn) Titel:

"Das Reich der Magie", "Propheten und Götter", "Geheime Gesellschaften", "Der 6. Sinn", "Die Kraft der Träume" und "Das Wissen der Alten."

Er erweist sich als profunder Kenner auf dem weiten Feld der Grenzwissenschaften. Langbein handelt Themen von Parapsychologie über Bibelforschung bis hin zur Prä-Astronautik informativ, sachlich und spannend zugleich ab.

 
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Buchbesprechungen I

Erich von Däniken: Zeichen für die Ewigkeit - Botschaft von Nazca

C. Bertelsmann-Verlag, München 1997
240 Seiten, ISBN 3-57O-OI73O-3

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Endlich, nach langer Durststrecke ist er erschienen, der neue Däniken! In seinem neuen Werk befaßt sich Erich von Däniken ausschließlich mit dem Rätsel von Nazca.

In fünf Kapiteln beschreibt Erich von Däniken die ganze Geschichte über Nazca, angefangen von Maria Reiche bis hin zu den bekannten Steinen von Ica des Dr. Cabrera.

EvD schreibt hierzu kurz: "Dieser Namensgebung werden sich die wissenschaftlichen Kritiker wohl nicht anschließen". Er wird wohl Recht behalten, aber man kann ja nie wissen. Der bekannte Autor fotografiert immer mehr Gebilde - als Beispiel "Die Antennenwesen". Diese Figur ist uns ja bekannt aus dem Film: "Außerirdische - kehren sie zurück?"

Die phänomenalste Entdeckung ist ohne Zweifel - so beschriebt es EvD - das "Mandala". Ein großer Kreis und auf der Kreislinie über 60 Punkte. In der Mitte sind zwei übereinanderliegende Rechtecke - aufgeteilt in je acht Vierecke. EvD forschte weiter und erfuhr, daß das Diagramm nicht mehr zu Nazca gehört, sondern schon zu Palpa. Er nahm an, daß es sich um eine neuzeitliche Fälschung handeln muß, wurde aber eines Besseren belehrt: "Das ist keine neuzeitliche Fälschung! Das Ding war schon immer da!"

Die nächste Entdeckung nannte EvD einfach nur "Schachbrett" - auch ein Gebilde, das noch nie fotografiert wurde.

Allein die neuen Entdeckungen müssen uns erkennen lassen, daß das Rätsel von Nazca noch längst nicht gelöst ist. Es werden noch Jahre vergehen, bis dies geschieht - wenn überhaupt.

Das neue Werk von Erich von Däniken ist für jeden Fan "ein Muß". Aber auch für jeden anderen ist dieses Buch empfehlenswert. Es ist verständlich geschrieben und durch schöne Farbfotos interessant gestaltet.

Mario Ringmann

 

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