Spektakuläre UFO-Sichtung in Libyen
Seit Jahren verfolgt mich eine Geschichte, bei deren Erinnerung mir auch heute noch eine Gänsehaut über den Rücken läuft und ein starkes Gefühl des Unbehagens - ja Entsetzens - befällt. Ich hoffte, daß sich das legen würde, aber weit daneben: Zuweilen grüble ich täglich darüber nach und finde keine Erklärung.
Ich bin kaum abergläubisch, noch neige ich dazu, dem UFO-Gerede Bedeutung beizumessen - allein rechnerische Denkvorgänge über Entfernungen im Universum, mögliche Geschwindigkeiten und den daraus resultierenden Reisezeiten halte ich für realer - kurz: ich bin eher ein Skeptiker. Vor Jahren spottete ich über UFO-Anhänger, doch heute schweige ich dazu und denke an das, was ich erlebte:
Seit 1977 war ich in Nordafrika bei einem intern. Konzern als Techniker eingesetzt. Die Freitage (das sind in islamischen Ländern die Sonntage), benutzte ich, um neben meiner Arbeit Land und Leute kennenzulernen. Angst kenne ich kaum und so bewegte ich mich quer durch die Länder der Saharazone bis in die Kriegsgebiete im Norden des Tschad, in die Niemandsländer zwischen Libyen, Tunesien und Algerien, in Polisariogebiete, in das Ländereck Ägypten - Libyen - Sudan. Meine Geschichte erlebte ich jedoch in einer relativ dichtbesiedelten Gegend Libyens, zwischen Benghazi und El Marij, auf einer kleinen Nebenstraße. Damals befand sich unser Camp in der Nähe von El Marij; ich war bereits zwei Jahre in Nordafrika. An einem späten Freitagvormittag beschloß ich, ans Meer zu fahren; ein Kollege aus Nürnberg wollte mit. Von El Marij führt die Straße durch Hügel und Farmgebiet in Richtung Mittelmeer, um dann in einer steilen Bergstrecke hinunter in die Küstenebene abzufallen. An der Kuppe fiel mir schon öfter eine neu gebaute, asphaltierte Seitenstraße auf. Wir beschlossen, uns die Straße einmal anzusehen.Das Sträßchen führte durch leicht hügeliges Gelände, sandige Steppe und rechts und links, eher langweilig. Wir mochten etwas 40 oder 50 Kilometer gefahren sein, als mein Kollege sehr unruhig wurde und umkehren wollte. Ich wunderte mich noch, denn das war nicht seine Art, er war genauso neugierig wie ich. Möglicherweise sah er "es" etwas früher als ich. Es war plötzlich da, aus dem Nichts. Es war links der Straße, die Sonne stand etwas schräg links hinter uns. Erst dachte ich an eine Spiegelung oder an eine Windhose, jedoch es war windstill. Ich brachte den VW-Bus zum stehen. Auch durch das offene Seitenfenster betrachtet, veränderte sich die Erscheinung nicht. Ich öffnete die Türe und wollte aussteigen, konnte aber nicht. Ein noch nie erlebtes Entsetzen packte mich. Ich war zunächst nicht mehr fähig, irgendetwas zu tun. Wir redeten auch nicht mehr miteinander. Was war es, das wir da sahen? Es war links der Straße. Es war halb durchsichtig und riesig, es ruhte auf der Erde oder schwebte dicht darüber. Grob beschrieben war es ein kugelförmiges Gebilde, in dessen Zentrum ein weiteres kugelförmiges Gebilde schwebte, beides transparent, jedoch klar und deutlich von der Umgebung abgesetzt- der Begriff "galertartig", etwas wie Eiweis träfe für die Farbe zu, nicht aber für den für mich empfundenen Charakter oder die Struktur der Erscheinung. Mein Hirn konnte das Gesehene nicht einordnen. Überwältigt und fassungslos war ich über die Größe eines solchen Gebildes; nur auch hier versagen meine Vergleichsmöglichkeiten und bei ehrlichen Versuchen komme ich wieder auf den vagen Begriff "sehr groß". Es können mehreree hundert Meter gewesen sein, jedoch auch mehrere Kilometer. Ganz klar konnte ich die räumlichen Strukturen "kugelförmig" erkennen, jedoch nicht ebenmäßig wie etwa eine Stahlkugel, sondern mit brüchig erscheinender Oberfläche - es gibt Christbaumkugeln, die den Eindruck erwecken, sie seien zerbrochen, sind es aber nicht - so ähnlich.
Vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten saßen wir so da, wortlos, und starrten auf die Erscheinung - es ging etwas Drohendes, Unheimliches von ihr aus. In dieser Zeit warnte mich meine innere Stimme mit einer nie wieder erlebten Eindringlichkeit und Heftigkeit, sofort umzudrehen und zu flüchten - was ich da sah, war nichts Irdisches. Ich hatte den Eindruck, einem gewaltigen, machtvollen Energiefeld gegenüberzustehen.
Ich weiß dann nur noch, daß mein Kollege und ich uns gegenseitig flüsternd fragten, was das sei - und ebenso flüsterten wir uns gegenseitig dann nur noch zu: "weg... bloß wweg von hier!" Ich wendete auf der Straße, hatte Schwierigkeiten damit und fuhr - raste - zurück. Ich beobachtete das Gebilde im Rückspiegel, mein Kollege im rechten Außenspiegel mit entsetzlicher Angst, aber es blieb unverändert, bis wir es nach einer Kuppe aus den Augen verloren.
Wir dachten nicht mehr ans Schwimmen im Meer, sondern fuhren wie von bösen Geistern gejagt, verstört zurück ins Camp. Am gleichen Tag versuchten wir mit anderen Kollegen darüber zu sprechen, doch wir wurden ausgelacht. Wir sprachen noch einmal miteinander darüber, betreten und ängstlich, kamen aber zu keiner Erklärung für das Gesehene. Die Frage, ob wir da noch einmal hinfahren sollten, um nach Spuren zu suchen, stellten wir uns nicht; wir beide hatten Angst. Dann schwiegen wir; mein Kollege und ich gingen uns danach aus dem Weg - ich habe seinen Namen vergessen - leider, denn ich halte es für möglich, daß auch er genau wie ich bis heute von dieser Erscheinung verfolgt wird.
Ich sprach nie wieder mit einem Menschen darüber, bis ich Ihrte Adresse im Internet fand - aber selbst jetzt, während ich dies schreibe, befällt mich ein unerklärliches, starkes Unbehagen. Wenn ich die gesehene Erscheinung mit "nicht irdisch" bezeichne, was war es ? Vielleicht haben Sie eine Erklärung.
Damals war ich 33 Jahre alt. Ich arbeitet insgesamt 17 Jahre in der Sahararegion, kenne Luftspiegelungen, Windhosen, Verschiebungen der Größendimensionen in völlig ebenen Gebieten, Verzerrungen durch heiße Luftschichten und weitere Erscheinungen in der Wüste, jedoch diegesehene Erscheinung paßt in keine Schema. Ich sah auch nie wieder ähnliches.
Ich bin später noch öfter in die Nähe von El Marij gekommen, und jedesmal hat mich ein starkes Unbehagen, eine dringende Warnung, befallen, da noch einmal nachzusehen.
Später stieß ich auf sehr merkwürdige Dinge, die dieses Gebiet betrafen. Auch sie beschäftigen mich immer wieder. Neben vielen anderen gibt es Gebiete mit geogra-fischen Besonderheiten, die von den Einheimischen gemieden werden und vor denen ich gewarnt wurde, sie zu betreten - es gehe dort nicht mit rechten Dingen zu.
Heute, 19 Jahre später, fällt mir auf, daß ich ganze Serien seltsamer und teils schrecklicher Ereignisse in der Umgebung erlebte - und nur dort. Damals winkte ich ab: Zufälle!
Nur heute glaube ich nicht mehr so recht an Zufälle.
pg, Würzburg, 2.8.1996
Hinweis: Besprechung des Libyen Sichtungsfalles in DEGUFORUM Nr.12