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Zeit

In die Vergangenheit zurück...
Experimentieren die Russen mit Zeitmaschinen?
von Ernst Meckelburg

Der Autor dieses Beitrages befaßt sich seit etwa 20 Jahren intensiv mit Zeitanomalien und deren Folgen sowie mit der Durchführbarkeit von Zeitreisen, über die prominente Wissenschaftler - die Astrophys iker Michael Morris, Kip Thorne und Ulvi Yurtsever vom California Institute of Technology, Prof. John Friedman von der Wisconsin University, der israelische Physiker Prof. Yakir Aharonow, der bekannte deutsche Diplomphysiker Illobrand v. Ludwiger und viel e andere - in zahlreichen Fachbeiträgen ausführlich berichtet haben. Die Mehrzahl dieser Beiträge erschien in namhaften Fachzeitschriften, so u.a. in den "Physical Review Letters" und in dem englischen Wissenschaftsmagazin "nature".

Die erst im vergangenen Oktober von Professor Stephen Hawking, Universität Cambridge, dem bedeutendsten Physiker unserer Zeit, getroffene Feststellung, daß Zeitreisen grundsätzlich machbar seien, ohne die Kausalität zu verletzen un d Paradoxa bzw. Anachronismen heraufzubeschwören, untermauern Ernst Meckelburgs vielbeachtete Theorie, daß UFOs Zeitmaschinen, d.h. "Projektionen von Wesenheiten aus der Zukunft sind", echte Begegnungen mit "Außerzeitlichen" außerha lb unserer gewohnten Realität.

Meckelburg hat seine mit vielen Fallbeispielen belegte Zeitreisetheorie in seinen beiden Bestsellern ZEITTUNNEL und ZEITSCHOCK (alle bei Langen Müller erschienen) leicht verständlich dargelegt. Die Bücher sind über den örtliche n Buchhandel oder über uns zu beziehen.

Aus den USA verlautet, daß russische Luft/Raumfahrt-Wissenschaftler bereits mit kleinen Prototypen sogenannter "Zeitmaschinen" experimentieren. Der Informand, Dr. Vadim Alexandrowitsch Chernobrow ist Absolvent des Moskauer Luftfahrt-Instituts, wo er sich am Department für Astronautik mit der Funktion automatischer Flugkörper beschäftigte. Seine Promotion und Forschungshypothese umfassen ein Projekt, das ein effizientes Transportsystem (Teleportation) vorsieht. Dieses kann, so Chernobr ow, jederzeit in eine "Zeitmaschine", aber auch in eine ultimate Vernichtungswaffe umgewandelt werden.

Die Zeitmaschinen-Prototypen, welche die Russen entwickelt haben wollen, sind in ihrer Kapazität gegenwärtig noch begrenzt. Mit ihnen läßt sich die Zeit innerhalb von 24 Stunden um gerade einmal 4 Minuten verlangsamen oder beschleu nigen. Chernobrow hofft, daß sich mit zukünftigen Zeitmaschinen größere Zeitabschnitte überbrücken lassen. Aufgrund seiner jahrelangen Forschungstätigkeit ist Chernobrow mehr denn je davon überzeugt, daß zum indest ein Teil der UFOs "durch die Zeit" reist, und daß diese Objekte aus der Zukunft zu uns kommen.

Chernobrow zitiert Albert Einsteins angeblich geheime Berechnungen für einschlägige Experimente der US Navy im Jahre 1943. Er vermutet, daß Einstein, angesichts der zu erwartenden katastrophalen Schäden, die Zeitreisetechniken veru rsachen könnten, seine damaligen Aufzeichnungen vernichtete. Seiner Meinung nach enthielten diese Manuskripte den mathematischen Beweis für Reisen in "andere Dimensionen" und durch die Zeit.

Chernobrow war sich von Anfang an darüber im Klaren, daß Zeitmanipulationen kaum mit herkömmlichen technischen Mitteln zu bewerkstelligen seien, da diese auf die Zeit nur eine sehr geringe Wirkung ausüben würden. Er sieht viel mehr die Zeit unter bestimmten Bedingungen als eine "Manifestation elektromagnetischer Kräfte" und folgert daraus, daß mit deren Hilfe die Zeit beeinflußt werden kann. Eine auf dieser Theorie basierende Maschine ließe sich seiner Au ffassung nach leicht konstruieren.

Den ersten danach gebauten Prototyp einer Zeitmaschine - er wurde von Chernobrow mit Unterstützung von Experten des Luftfahrts-Instituts, der Khrunichew Aerospace-Anlage und den wissenschaftlichen Konstruktionsbüros Salyut und Energiya konstr uiert - nannte man "Lovondatr". Wie zu erfahren war, führt heute das Khrunichew Aerospace-Unternehmen Verbundprojekte mit amerikanischen Luft-/Raumfahrtfirmen durch. Der Prototyp wurde, so Chernobrow, am 8. April 1988 erstmals in Betrieb genommen. A m Anfang fielen die Ergebnisse noch recht bescheiden aus.

Zwischen 1988 und 1993 sollen vier experimentelle Prototypen gebaut worden sein, die eine linsenförmige Bauform hatten. Sie bestanden aus einem geschlossenen Innenraum mit speziellen elektromagnetischen Eigenschaften und besaßen eine Kontrol l- und Leistungseinheit sowie eine Meßgeräteeinheit. Die erforderliche elektromagnetische Feldkonfiguration erzielte man durch eine Anzahl nach dem sog. Matryoschka-Prinzip (Puppe in Puppe) ineinander verschachtelter "elektromagnetischer Betrie bsoberflächen". Diese Schichten flacher Elektromagnete waren in ellipsoidaler Form miteinander verflochten. Der Außenschicht wurde entweder elektrische Energie zugeführt oder sie bildete selbst die Energiequelle. Die Betriebsbedingungen li eßen sich an der Kontrolleinheit einstellen. Bei jeder der Zeitmaschinen-Versuchsmodelle war es möglich, die optimale Frequenz, Spannung und Schaltmodi-Verhältniswerte zu wählen. Als Chernobrow sein "Raumtransportsystem" zu konstruier en begann, fand er heraus, daß die günstigste Form die eines Diskus (UFO-Konfiguration) ist. Die bislang größte Zeitverschiebung erzielte man in der kleinsten "Matryschka". Während der Experimente beobachteten die Beteiligten auch außerhalb der Anlagen Zeitverschiebungen. Zeitmessungen wurden mit Quarzgeneratoren sowie mit S tandarduhren durchgeführt. Präzise Zeitsignalablesungen wurden an elektronischen und mechanischen Uhren im Nutzlastbereich vorgenommen.

Mit dem ersten Zeitmaschinen-Prototypen wurde eine Ablesedifferenz von bis zu einer halben Sekunde pro Stunde festgestellt. Nachfolgende modifizierte Maschinen ermöglichten Zeitdifferenzen von bis zu 40 Sekunden pro Stunde.

Das Nutzlastvolumen im Innern besaß die Größe eines Fußballes. Daher konnten, anders als bei Satelliten-Experimenten, keine Hunde als Versuchstiere benutzt werden. Während der ersten Experimente, bei denen man Insekten und M äuse in die nahe Vergangenheit transportierte, kamen die Versuchstiere allesamt ums Leben, obwohl die Zeitdifferenz ganze zwei Sekunden betrug. Nachdem man die Anlage verbessert hatte, überlebten die Versuchstiere den Zeit-Transportvorgang, ohne Schaden zu nehmen. Chernobrow glaubt, daß der Mensch schon zu Beginn des nächsten Jahrhunderts Zeitreisen durchzuführen vermag. Die ersten Experimente haben ein wenig den Schleier gelüftet, der das Zeitmysterium umgibt. Sie lassen folgende Schlüsse zu:

  • Die Zeit ist heterogen und veränderlich;

  • Die Gegenwart ist nur der Durchgang der multivariablen Zukunft (vergleichbar mit einer Baumkrone) in die monokulare Vergangenheit (entspricht dem Baumstamm).

  • Reisen in die Zukunft sind (entsprechend dem Baum-Beispiel) nur durch einen (Baum-) Zweig möglich, die Rückkehr zur Gegenwart kann jedoch durch jeden der Zweige erfolgen, denn sie alle führen die Zeitmaschine zum Ausgangspunkt zurü ;ck.
  • Mit Zeitmaschinen - besser: Projektionen in die Vergangenheit bzw. Zukunft - müßte man, so Chernobrow, jedem stattgefundenen Ereignis beiwohnen können. Und wenn solche Besuche keine unerwünschten Kontakte und Veränderungen des g eschichtlichen Ablaufs zur Folge hätten, sollte der Rückkehr zur Ausgangszeitlinie nichts im Wege stehen. Ansonsten würde die Rückkehr durch einen anderen Zeitzweig erfolgen. Eine Veränderung der Geschichte würde sich aber nu r für die Zeitreisenden selbst ereignen. Sie kämen in einer anderen Version der (ehemaligen) Gegenwart zurück. Nach Auffassung des Autors ließe sich die Differenz zwischen Start- und Rückkehrzeit so gering halten, daß sich die Situation, in der ein Zeitreisender zurückkehrt, kaum von der Ausgangsrealität unterscheidet. Neuere Berechnungen amerikanischer und russischer Wissenschaftler haben gezeigt, daß sich Paradoxa und Anachronismen gar nicht erst einstelle n könnten.

    Der Autor gibt Chernobrows Aussagen über die Entwicklung russischer Zeitmaschinen-Prototypen mit aller gebotenen Vorsicht weiter. Es ist aber auch nicht auszuschließen, daß Russen und Amerikaner an einem Verbundprojekt arbeiten. Vielle icht bietet sich für einschlägige Experimente ebenfalls "Area 51" an. Der Autor wird diese Entwicklung weiterverfolgen.

     

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